Andere Namen für dasselbe Modell
24-Stunden-Pflege wird auch „Live-in-Betreuung“ oder „Betreuung in häuslicher Gemeinschaft“ genannt: Eine Betreuungskraft wohnt im Haushalt und unterstützt rund um den Alltag. Gemeint ist Betreuung und Grundpflege — nicht medizinische Behandlungspflege und keine 24-stündige Arbeitszeit am Stück.
24-Stunden-Pflege bedeutet: Eine Betreuungskraft zieht in den Haushalt des Pflegebedürftigen ein und ist bei Bedarf auch nachts vor Ort — für Grundpflege, Haushaltsführung und Gesellschaft. Die monatlichen Kosten beginnen bei 2.150 Euro. Sie ist die meistgenutzte Alternative zum Pflegeheim und ermöglicht es, in der vertrauten Umgebung zu bleiben.
Auf einen Blick
- Betreuungskraft lebt dauerhaft im Haushalt — bei Bedarf auch nachts vor Ort
- Kosten bei Primundus: ab 2.150 €/Monat, je nach Pflegebedarf
- Pflegekasse zahlt: Pflegegeld bis 990 €/Monat + Entlastungsbudget 3.539 €/Jahr (seit Juli 2025)
- Geeignet bei Demenz, nach Schlaganfall, bei Parkinson und vielen weiteren Situationen
- Rechtlich sicher über Entsendemodell mit A1-Bescheinigung
- Anreise in 3 Tagen möglich — täglich kündbar
Was leistet eine 24-Stunden-Betreuungskraft?
Eine 24h-Betreuungskraft übernimmt Grundpflege, Haushaltsführung und soziale Betreuung — alles was der pflegebedürftige Mensch nicht mehr alleine schafft. Sie ist keine Krankenschwester, aber deutlich mehr als eine Haushaltshilfe.
Grundpflege
Körperhygiene, Ankleiden, Nahrungsaufnahme, Lagerung und Mobilisierung. Bei Menschen mit Demenz, nach Schlaganfall oder mit eingeschränkter Beweglichkeit bildet das den Kern des Alltags.
Haushaltsführung
Kochen, Einkaufen, Reinigen, Wäsche, Begleitung zu Arztterminen. Die Betreuungskraft führt den Haushalt selbständig und entlastet damit Angehörige vollständig.
Betreuung und Gesellschaft
Gespräche, Spaziergänge, Tagesstruktur — besonders bei Demenz ist menschliche Nähe entscheidend für das Wohlbefinden.
Nicht enthalten: Medizinische Behandlungspflege (z.B. Verbandswechsel, Injektionen) darf die Betreuungskraft nur mit nachgewiesener Qualifikation leisten. In diesen Fällen arbeitet sie mit einem ambulanten Pflegedienst zusammen.
Alle Leistungen im Detail: Was Primundus leistet — vollständige Übersicht
Wie viele Menschen nutzen 24h-Pflege in Deutschland?
Schätzungsweise 300.000 bis 400.000 Haushalte nutzen aktuell eine 24-Stunden-Betreuung durch Kräfte aus EU-Ländern — bei einem Marktpotenzial von über 5 Millionen häuslich versorgten Pflegebedürftigen ist das erst der Anfang.
Ende 2024 waren rund 6 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. 86 Prozent werden zu Hause versorgt — nur 14 Prozent in Pflegeheimen. Allein seit 2021 stieg die Zahl der Pflegebedürftigen um 15 Prozent.
Pflegestatistik Deutschland — Stand 2024
| Pflegebedürftige gesamt | ~6,0 Millionen |
| Davon zu Hause versorgt | 86 % — ca. 5,1 Mio. |
| Davon im Pflegeheim | 14 % — ca. 0,9 Mio. |
| Haushalte mit 24h-Betreuungskraft | 300.000–400.000 (Schätzung) |
| Wachstum seit 2021 | +15 % |
| Prognose bis 2050 | über 7 Millionen |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pflegestatistik 2024
Was kostet 24-Stunden-Pflege — und was zahlt die Kasse 2026?
24-Stunden-Pflege kostet bei Primundus ab 2.150 Euro im Monat — je nach Pflegesituation und Deutschkenntnissen der Betreuungskraft. Das Pflegeheim kostet im Vergleich durchschnittlich 3.364 Euro Eigenanteil pro Monat — ohne persönliche Eins-zu-eins-Betreuung und ohne die vertraute Umgebung.
Alle Preise und Zuschüsse: Was 24-Stunden-Pflege kostet: Preise, Zuschüsse und Eigenanteil
Vollständiger Kostenvergleich: 24h-Pflege vs. Pflegeheim — was ist günstiger?
Neu 2026 — Entlastungsbudget
3.539 Euro pro Jahr — flexibel für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege
- Ein Budget statt zwei — flexibel für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege nutzbar
- Vorpflegezeit entfällt — die frühere 6-Monats-Voraussetzung ist abgeschafft
- Pflegegeld läuft weiter — während der Nutzung wird es zur Hälfte weitergezahlt
- Verfallsfrist beachten — ungenutztes Budget verfällt am 31. Dezember
Wie das Entlastungsbudget kombiniert wird: Finanzierung der 24h-Pflege — alle Zuschüsse 2026
Steuerlich absetzbar: Pflege steuerlich absetzen — was geht 2026?
Ist 24-Stunden-Pflege legal?
Ja — 24-Stunden-Pflege ist legal, wenn die Betreuungskraft über eine seriöse Agentur im Entsendemodell beschäftigt wird. Die A1-Bescheinigung weist nach, dass sie in ihrem Heimatland sozialversichert ist und EU-rechtlich in Deutschland tätig sein darf. Es gibt drei Beschäftigungsmodelle:
Entsendemodell (empfohlen)
Direktanstellung
Scheinselbstständigkeit (unbedingt vermeiden)
Alle Modelle im Vergleich: Pflegekraft legal beschäftigen — die 3 Wege
Was im Vertrag stehen muss: Pflegevertrag aufsetzen — worauf achten?
Wann ist 24h-Pflege die richtige Wahl?
24h-Pflege ist die richtige Wahl, wenn der pflegebedürftige Mensch in seiner vertrauten Umgebung bleiben möchte — unabhängig vom Pflegegrad.
Demenz und Alzheimer
Demenzpflege zuhause — was ist möglich?
Nach Schlaganfall oder Operation
Pflege nach OP — Organisation und Kosten
Parkinson, MS, Herzinsuffizienz
Parkinson Pflege zuhause
Sturzgefahr und eingeschränkte Mobilität
Sturzprävention bei Senioren
Direkter Vergleich: 24h-Pflege vs. Pflegeheim — was passt besser?
Häufige Fragen zur 24-Stunden-Pflege
Was versteht man unter 24-Stunden-Pflege?
24-Stunden-Pflege bedeutet, dass eine Betreuungskraft dauerhaft im Haushalt des Pflegebedürftigen lebt und bei Bedarf auch nachts vor Ort ist — für Grundpflege, Haushaltsführung und soziale Betreuung. Sie ist die intensivste Form der häuslichen Pflege und die beliebteste Alternative zum Pflegeheim in Deutschland.
Was kostet 24-Stunden-Pflege 2026?
Die monatlichen Kosten beginnen bei 2.150 Euro. Das Pflegegeld (bis 990 €/Monat bei Pflegegrad 5) und das Entlastungsbudget (3.539 €/Jahr) der Pflegekasse senken die Eigenkosten erheblich, dazu sind 20 % der Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich absetzbar. Bei Pflegegrad 3 bleiben so ab ca. 923 € im Monat.
Was ist das Entlastungsbudget und was hat sich 2026 geändert?
Seit 1. Juli 2025 gibt es ein gemeinsames Entlastungsbudget von 3.539 Euro pro Jahr. Es fasst die frühere Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege zusammen. 2026 ist das erste vollständige Kalenderjahr, in dem dieser Betrag ohne Übergangsregelungen nutzbar ist. Die Vorpflegezeit von 6 Monaten entfällt. Wichtig: Ungenutztes Budget verfällt am 31. Dezember.
Ist 24-Stunden-Pflege legal?
Ja — über eine seriöse Agentur im Entsendemodell ist 24h-Pflege absolut legal. Die A1-Bescheinigung belegt die Sozialversicherung im Heimatland. Scheinselbstständigkeit ist dagegen strafbar und kann zu hohen Nachzahlungen von Sozialabgaben führen.
Was ist der Unterschied zwischen 24h-Pflege und Pflegeheim?
Im Pflegeheim beträgt der Eigenanteil im Bundesdurchschnitt 3.364 Euro pro Monat — ohne individuelle Eins-zu-eins-Betreuung und ohne die vertraute Umgebung. Bei der 24h-Pflege bleibt der Mensch zuhause, erhält persönliche Betreuung rund um die Uhr und zahlt oft vergleichbare oder geringere Gesamtkosten.
Wie schnell kann eine 24h-Betreuung beginnen?
Mit Primundus ist eine Anreise in 3 Tagen möglich: Preis und passende Betreuungskräfte sehen Sie sofort online, Bewerbungen kommen am selben Werktag — täglich kündbar, taggenaue Abrechnung.
Für welche Pflegesituationen ist 24h-Pflege geeignet?
24h-Pflege ist geeignet ab Pflegegrad 2 — für Demenz, Alzheimer, nach Schlaganfall oder Operation, bei Parkinson, MS, Herzinsuffizienz, eingeschränkter Mobilität und Sturzrisiko. Sie funktioniert überall dort, wo kontinuierliche Präsenz wichtiger ist als stationäre medizinische Versorgung.
Was ist der Unterschied zwischen Verhinderungspflege und Entlastungsbudget?
Seit Juli 2025 gibt es kein getrenntes Budget mehr für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege — beide wurden im gemeinsamen Entlastungsbudget von 3.539 Euro pro Jahr zusammengeführt. Der monatliche Entlastungsbetrag von 131 Euro ist davon getrennt und kann zusätzlich für anerkannte Betreuungsleistungen eingesetzt werden.






