Wichtig: Betreuungskraft VOR der OP organisieren
Bei geplanten Operationen (Hüft-TEP, Knie-TEP, Herzeingriff): Primundus-Anfrage idealerweise 2–3 Wochen vor dem OP-Termin stellen. So ist die Kraft pünktlich zur Krankenhausentlassung bereit — ohne Versorgungslücke.
Die Zeit nach der Entlassung — was zuhause nötig ist
Krankenhäuser entlassen heute früh — oft wenn die Person noch erhebliche Unterstützung braucht. Der Sozialdienst des Krankenhauses hilft bei der Planung der Nachversorgung — diesen Ansprechpartner frühzeitig ansprechen.
Erste Woche zuhause
Vollständige Hilfe bei Körperpflege, Ankleiden, Mobilisierung. Wundversorgung durch ambulanten Pflegedienst (Behandlungspflege). Schmerzmittelgabe nach Zeitplan. Keine Eigenbelastung.
Wochen 2–6
Zunehmend selbstständiger — aber Hilfe noch bei allen körperlichen Aktivitäten. Physiotherapie zu Hause oder begleitete Fahrten. Wunden heilen, Schwellung geht zurück.
Ab Woche 6–8
Viele Patienten sind deutlich selbstständiger. Entscheidung: Braucht es weitere Unterstützung oder kann auf Alltagsunterstützung durch ambulante Dienste umgestellt werden?
Häufige OPs im Alter — was zu beachten ist
Hüft-TEP (Hüftgelenkersatz)
6–12 Wochen Erholungsphase
- Kein Beugen des Hüftgelenks über 90° in ersten Wochen
- Speziell erhöhte Toilette und Sitzerhöhung nötig
- Keine Schuhe alleine anziehen in ersten Wochen
- Thrombose-Prophylaxe: tägliche Injektion durch Pflegedienst
Knie-TEP (Kniegelenkersatz)
6–8 Wochen Erholungsphase
- Treppensteigen eingeschränkt — Schlafplatz idealerweise im Erdgeschoss
- Kühlpacks regelmäßig für Schwellung
- Intensive Physiotherapie wichtig für gutes Langzeitergebnis
- Schmerzmanagement in ersten Wochen oft aufwändig
Herzeingriff (Bypass, Klappenersatz)
4–8 Wochen Erholungsphase
- Brustbein heilt ca. 6 Wochen — keine Hebung von Lasten
- Herzrhythmus und Blutdruck täglich messen und dokumentieren
- Wundkontrolle an Narbe
- Keine Fahrerlaubnis in ersten Wochen
Was die Betreuungskraft nach OP übernimmt
✓ Körperpflege & Ankleiden
✓ Mobilisierung & Sicherheit
✓ Physiotherapie-Übungen begleiten
✓ Medikamentenerinnerung
✓ Arzt- und Physiotherapeut-Termine begleiten
✗ Wundversorgung
Kassenzuschüsse nach OP
Pflegegrad beantragen
Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI)
Behandlungspflege (SGB V)
Hilfsmittelversorgung (SGB V)
Häufige Fragen
Wann brauche ich nach einer OP eine Betreuungskraft?
Immer wenn man alleine lebt oder Angehörige nicht dauerhaft die Betreuung übernehmen können. Nach Hüft-OP, Knie-OP oder Herzeingriff: 4–12 Wochen intensive Unterstützung nötig.
Wann sollte ich die Betreuungskraft für die Zeit nach der OP organisieren?
Bei geplanter OP: 2–3 Wochen vorher Primundus kontaktieren. So ist die Kraft pünktlich zur Entlassung bereit.
Was kostet eine Betreuungskraft nach der OP?
Ab 2.150 €/Monat über Primundus. Nach Pflegegeld, Entlastungsbudget und Steuerermäßigung bleiben bei Pflegegrad 3 ab ca. 923 €/Monat.
Zahlt die Krankenkasse die Betreuung nach einer OP?
Behandlungspflege (Wundversorgung, Injektionen): Ja, über Krankenversicherung. Grundpflege und Betreuung: über Pflegekasse wenn Pflegegrad vorhanden. Die Betreuungskraft selbst: privat mit Kassenzuschüssen.






