Was ist ein Hausnotruf?
Ein Hausnotruf ist ein elektronisches System das es Senioren ermöglicht, im Notfall mit einem Knopfdruck Hilfe zu rufen. Der klassische Hausnotruf besteht aus einer Basisstation (am Festnetz oder per Mobilfunk) und einem Funksender als Armband oder Anhänger. Beim Drücken des Knopfes wird automatisch eine Notrufleitstelle kontaktiert.
Die Leitstelle klärt zunächst per Mikrofon die Situation — und alarmiert dann je nach Bedarf Angehörige, den Rettungsdienst oder einen lokalen Ersthelfer. Das System funktioniert 24 Stunden am Tag, 7 Tage/Woche, auch wenn der Nutzer bewusstlos ist (automatische Sturzerkennung bei modernen Systemen).
Arten von Hausnotruf-Systemen
Klassischer Hausnotruf (Festnetz/Mobilfunk)
20–50 €/Monat
- Für wen: Senioren die hauptsächlich in der Wohnung sind
- Funksender als Armband/Anhänger verbindet sich mit Basisstation. Funktioniert nur in Reichweite der Basisstation (typisch 50–80 m).
Mobilfunk-Notruf (außer Haus nutzbar)
30–80 €/Monat
- Für wen: Senioren die noch nach draußen gehen
- Gerät mit eigenem Mobilfunk — funktioniert überall in Deutschland wo Empfang ist. Häufig mit GPS-Ortung kombiniert.
GPS-Tracker (besonders bei Demenz)
30–80 €/Monat
- Für wen: Menschen mit Demenz und Weglauf-Tendenz
- Kleines Gerät (als Uhr, im Schuh, am Gürtel) ermöglicht Ortung jederzeit. Angehörige können Standort per App verfolgen.
Smarte Pflaster/Wearables
40–100 €/Monat
- Für wen: Hohes Sturzrisiko, Herzpatienten
- Automatische Sturzerkennung, Herzfrequenzüberwachung, automatischer Notruf ohne Knopfdruck.
Kosten & Kassenzuschuss
Ein Hausnotruf kostet typischerweise eine einmalige Anschlussgebühr (20–80 €) plus eine monatliche Grundgebühr (15–50 €). Viele Anbieter ohne Anschlussgebühr möglich.
Kassenzuschuss: Hausnotruf als Pflegehilfsmittel
Der Hausnotruf ist ein Pflegehilfsmittel: Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse bis zu 25,50 € im Monat, wenn der Anbieter einen Vertrag mit der Pflegekasse hat. Welche Anbieter das sind, sagt die Pflegekasse.
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Wann ist ein Hausnotruf sinnvoll?
Ein Hausnotruf ist besonders empfehlenswert wenn:
- Erhöhtes Sturzrisiko durch eingeschränkte Mobilität oder Gleichgewichtsprobleme
- Herzerkrankungen oder andere akute Erkrankungen bei denen schnelle Hilfe entscheidend ist
- Der Senior zeitweise allein ist und Angehörige nicht sofort erreichbar sind
- Demenz ohne GPS-Tracking: GPS-Variante für Sicherheit beim Weglaufen
- Überbrückung bis zur Betreuungskraft — oder als ergänzende Sicherheit bei 24h-Pflege
Mit 24h-Betreuungskraft — Hausnotruf als zusätzliche Absicherung
Wenn eine 24h-Betreuungskraft dauerhaft im Haushalt lebt, ist menschliche Hilfe direkt im Haus. Ein zusätzlicher Hausnotruf kann trotzdem sinnvoll sein — als Absicherung für Momente wenn die Kraft kurz abwesend ist oder als Notfallweg direkt zum Rettungsdienst.
Häufige Fragen
Was kostet ein Hausnotruf?
Klassischer Hausnotruf: 20–50 €/Monat. Mobilfunk-Notruf mit GPS: 30–80 €/Monat. Einmalige Anschlussgebühr 20–80 € (viele Anbieter ohne). Die Pflegekasse übernimmt ab Pflegegrad 1 bis zu 25,50 € im Monat.
Zahlt die Pflegekasse den Hausnotruf?
Ja — der Hausnotruf ist ein Pflegehilfsmittel. Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse bis zu 25,50 € im Monat, wenn der Anbieter einen Vertrag mit der Pflegekasse hat.
Was ist der Unterschied zwischen Hausnotruf und GPS-Tracker?
Hausnotruf: Knopfdruck löst Notruf aus, funktioniert klassisch nur in der Wohnung. GPS-Tracker: Echtzeit-Ortung jederzeit, besonders für Demenzkranke mit Weglauftendenz.
Ist ein Hausnotruf bei 24h-Pflege noch nötig?
Nicht zwingend — aber als zusätzliche Absicherung sinnvoll. Die 24h-Betreuungskraft wohnt mit im Haus. Ein Notruf-System gibt zusätzliche Sicherheit für Momente wenn die Kraft kurz abwesend ist.






