7 Min Lesezeit · Apr. 2026

Was kostet 24-Stunden-Pflege? Kosten & Zuschüsse 2026

24h-Pflege kostet bei Primundus 2.200–3.500 Euro pro Monat. Pflegegeld, Entlastungsbetrag und das neue Entlastungsbudget (3.539 €/Jahr) senken den Eigenanteil deutlich — bei Pflegegrad 3 auf unter 2.000 € monatlich. Im Vergleich zum Pflegeheim ist 24h-Pflege damit oft günstiger und bietet gleichzeitig mehr Individualität.

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Auf einen Blick

  • Monatliche Kosten: 2.200–3.500 €/Monat je nach Pflegebedarf
  • Pflegekasse zahlt: Pflegegeld 347–990 €/Monat je nach Pflegegrad
  • Entlastungsbetrag: 131 €/Monat zusätzlich für alle Pflegegrade
  • Entlastungsbudget: 3.539 €/Jahr für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege (neu 2026)
  • Steuer: 20 % der Kosten absetzbar — max. 4.000 € Ersparnis/Jahr
  • Pflegeheim-Vergleich: Eigenanteil Ø 2.871 €/Monat — oft teurer als 24h-Pflege

Was kostet 24h-Pflege bei Primundus?

Der genaue Preis hängt nicht vom Pflegegrad ab — sondern von der konkreten Situation im Haushalt. Die wichtigsten Faktoren:

  • Anzahl der zu betreuenden Personen im Haushalt
  • Mobilität des Pflegebedürftigen (geht selbst, Rollator, Rollstuhl, bettlägerig)
  • Ob Nachteinsätze notwendig sind
  • Weitere Personen im Haushalt (z. B. Ehepartner)
  • Wünsche an die Pflegekraft: Sprache, Führerschein, Erfahrung mit bestimmten Erkrankungen

Hinzu kommen Kost & Logis sowie die Anreise der Betreuungskraft. Der genaue Preis ergibt sich aus dem persönlichen Angebot im Kostenrechner — das dauert unter 2 Minuten.

Beispielrechnung — Pflegegrad 3, 1 Person, Grundbetreuung

Primundus-Kosten (Agenturgebühr)2.500 €
Pflegegeld Pflegegrad 3− 573 €
Entlastungsbudget (monatl. Anteil)− 295 €
Eigenanteil pro Monatca. 1.632 €
Steuerersparnis (20 % der Kosten)bis − 333 €/Monat

Zzgl. Kost & Logis und Anreise der Betreuungskraft · Beispielrechnung 2026 · Ihr persönlicher Eigenanteil hängt von Ihrer Situation ab.

Kassenzuschüsse 2026 — was zahlt die Pflegekasse?

Die Pflegekasse zahlt nicht direkt die Betreuungskraft — aber mehrere Leistungen lassen sich gezielt kombinieren um den Eigenanteil zu senken.

Pflegegeld 2026 — alle Pflegegrade

PflegegradPflegegeld/Monat
Pflegegrad 2347 €
Pflegegrad 3599 €
Pflegegrad 4800 €
Pflegegrad 5990 €

Quelle: GKV-Spitzenverband · Stand 2026 · Keine Erhöhung für 2026, nächste Dynamisierung frühestens Jan. 2028

Neu ab Juli 2025 — Entlastungsbudget

3.539 € pro Jahr — flexibel für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

  • Für PG 2–5 · ersetzt getrennte Verhinderungs- und Kurzzeitpflegebudgets
  • Flexibel aufteilbar — max. 8 Wochen pro Leistungsart
  • Vorpflegezeit entfällt — kein 6-Monats-Warten mehr
  • 2026: erstes volles Jahr ohne Übergangsregelungen
  • Achtung: Nicht genutztes Budget verfällt am 31. Dezember

→ Alle Zuschüsse kombinieren: Finanzierung der 24h-Pflege — vollständige Übersicht

→ Pflegegeld im Detail: Pflegegeld 2026 — Beträge & Anspruch

24h-Pflege vs. Pflegeheim — was ist günstiger?

Der durchschnittliche Eigenanteil im Pflegeheim beträgt 2026 bundesweit 2.871 Euro pro Monat — und ist 2024 erneut um 211 Euro gestiegen. Bei der 24h-Pflege zuhause sinkt der Eigenanteil durch Kassenzuschüsse auf ein vergleichbares oder oft niedrigeres Niveau. Und der Pflegebedürftige bleibt in seiner vertrauten Umgebung.

→ Vollständiger Vergleich: 24h-Pflege vs. Pflegeheim — Kostenvergleich 2026

Eigenanteil senken — alle Möglichkeiten

Mit der richtigen Kombination aller verfügbaren Leistungen lässt sich der monatliche Eigenanteil deutlich senken. Das sind die wichtigsten Stellschrauben:

1. Pflegegrad korrekt beantragen

Jede Pflegegrad-Stufe bedeutet hunderte Euro mehr Kassenzuschuss pro Monat. Wer zu niedrig eingestuft ist, verschenkt Geld. Im Zweifel: Widerspruch einlegen.

Pflegegrad beantragen

2. Entlastungsbudget voll ausschöpfen

3.539 €/Jahr verfallen wenn sie nicht genutzt werden. Belege rechtzeitig einreichen, Pflegekasse nach anerkannten Anbietern fragen.

Verhinderungspflege & Entlastungsbudget

3. Steuerlich absetzen

20 % der Betreuungskosten als haushaltsnahe Dienstleistung — max. 4.000 € Steuerersparnis pro Jahr. In der Steuererklärung Anlage V eintragen.

Pflege steuerlich absetzen

4. Pflegehilfsmittel nutzen

42 €/Monat für Verbrauchsmittel (Handschuhe, Desinfektionsmittel) — direkt zur Pflegekasse beantragen, werden nach Hause geliefert.

5. Wohnraumanpassung fördern lassen

Bis 4.180 € je Maßnahme für Umbaumaßnahmen — Treppenlift, Badumbau, Türverbreiterung. Mehrfach nutzbar bei mehreren Maßnahmen.

Wohnraumanpassung Förderung

→ Alle Tipps kompakt: Eigenanteil senken — alle Möglichkeiten 2026

Häufige Fragen zu den Kosten der 24h-Pflege

Was kostet 24-Stunden-Pflege im Monat?

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Bei Primundus kostet 24h-Pflege 2.200–3.500 € pro Monat je nach Pflegebedarf. Hinzu kommen Kost und Logis (ca. 200–300 €/Monat). Mit Pflegegeld und Entlastungsbetrag sinkt der Eigenanteil bei Pflegegrad 3 auf ca. 1.700–2.000 € pro Monat.

Was zahlt die Pflegekasse bei 24h-Pflege?

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Pflegegeld (347–990 €/Monat je nach Pflegegrad) + Entlastungsbetrag (131 €/Monat) + Entlastungsbudget (3.539 €/Jahr). Bei PG 3 macht das zusammen bis zu 730 € monatliche Entlastung plus 295 €/Monat aus dem Entlastungsbudget.

Ist 24h-Pflege günstiger als ein Pflegeheim?

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Oft ja — der Pflegeheim-Eigenanteil liegt bundesweit bei Ø 2.871 €/Monat (2026). Bei PG 3 kann der 24h-Pflege-Eigenanteil mit Kassenzuschüssen auf unter 2.000 €/Monat sinken. Und der Pflegebedürftige bleibt in seiner vertrauten Umgebung.

Was ist das Entlastungsbudget 2026?

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3.539 €/Jahr, seit Juli 2025 als gemeinsames Budget für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege. Gilt für PG 2–5, flexibel aufteilbar, Vorpflegezeit entfällt. 2026 ist das erste volle Jahr ohne Übergangsregelungen. Achtung: verfällt am 31. Dezember.

Kann man Pflegekosten von der Steuer absetzen?

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20 % der Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen — max. 4.000 € Steuerersparnis/Jahr. Bei 2.500 €/Monat Betreuungskosten (30.000 €/Jahr) ergibt das die volle Maximalerstattung von 4.000 €.

Wie kann ich den Eigenanteil senken?

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Pflegegrad korrekt und vollständig beantragen, Entlastungsbudget voll ausschöpfen, steuerlich absetzen, Pflegehilfsmittel (42 €/Monat) beantragen, Wohnraumanpassungsförderung (bis 4.180 € je Maßnahme) nutzen.