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Kombination Pflegegeld und Pflegesachleistung

Etwa 3 von 4 Pflegebedürftigen in Deutschland werden im eigenen zu Hause betreut. Deshalb stellen die gesetzliche oder privaten Pflegekassen verschiedene Geld- und Sachleistungen zur Verfügung, um eine möglichst hohe Pflegequalität zu ermöglichen und pflegende Angehörige effektiv zu entlasten. Die bekanntesten Leistungen sind das monatliche Pflegegeld, welches der Versicherte direkt ausgezahlt bekommt, und die sogenannten Pflegesachleistungen, die zugelassene ambulante Pflegedienste zum Beispiel im Bereich der medizinischen Behandlungspflege erbringen. Doch wussten Sie, dass sich beide Leistungen auch miteinander kombinieren lassen, um die bestmögliche Versorgung zu erreichen? In diesem Beitrag haben wir Ihnen deshalb alles Wichtige zur Kombinationsleistung oder Kombinationspflege kompakt zusammengefasst.

Was versteht man unter Kombinationsleistung oder Kombinationspflege?

Nach der in § 38 des XI. Sozialgesetzbuches geregelten Kombinationsleistung haben pflegebedürftige Personen, die zu Hause betreut werden, ab dem Pflegegrad 2 die Möglichkeit, neben dem Bezug von Pflegegeld auch einen ambulanten Pflegedienst mit der Erbringung von Pflegesachleistungen zu beauftragen. Durch die Kombination beider Leistungen soll die häusliche Pflege besser auf die individuellen Bedürfnisse des Pflegebedürftigen abgestimmt und damit verbessert werden. Die Kombinationspflege muss ebenso wie alle anderen Leistungen vorab bei der Pflegekasse des Versicherten beantragt und genehmigt werden.
Gut zu wissen: Als aktueller Service-Champion unter den Anbietern der „24-Stunden-Pflege“ bieten wir Ihnen in unserem Ratgeber Pflege zahlreiche weitere Informationen zu den Leistungen Ihrer Pflegekasse, erklären wichtige Begriffe und sorgen für Orientierung rund um die häusliche Betreuung und Pflege durch unsere 6-fach geprüften polnischen Pflegekräfte.
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So funktioniert die Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistung

Für die häusliche Pflege stehen ab dem zweiten Pflegegeld sowohl das Pflegegeld als auch die Pflegesachleistungen monatlich in unterschiedlichen Betragshöhen zur Verfügung.

Das Pflegegeld wird als monatliche Aufwandsentschädigung für Leistungen wie Haushaltsführung, Alltagsbetreuung oder Grundpflege direkt an den Pflegebedürftigen gezahlt, der dies aber in der Regel direkt an den pflegenden Angehörigen weiterleitet. Aktuell liegen die monatlichen Zahlbeträge zwischen 316 Euro bei Pflegegrad 2 und 901 Euro bei Pflegegrad 5. Damit bietet sich das Pflegegeld idealerweise zur Finanzierung einer „24-Stunden-Pflegekraft“ von PRIMUNDUS an.

Die Pflegesachleistungen hingegen werden ausschließlich von zugelassenen ambulanten Pflegediensten vor Ort erbracht und decken vor allem Leistungen der Tages- und Nachpflege sowie der medizinischen Behandlungspflege ab. Der jeweilige Pflegedienst rechnet je nach erbrachter Sachleistung direkt mit der Pflegekasse des Pflegebedürftigen ab. Hier erfolgt also keine direkte Geldzahlung an den Pflegebedürftigen. Die Pflegedienste können aktuell bis zu 724 Euro monatlich bei Pflegegrad 2 und bis zu 2.095 Euro bei Pflegegrad 5 mit der Pflegekasse abrechnen.

Prozentual anteilige Berechnung bei der Leistungskombination    

Die Kombination der beiden Leistungen funktioniert nun wie folgt: Der Anspruch auf Pflegegeld verringert sich um den Prozentsatz der in Anspruch genommenen Pflegesachleistungen. 

Beispiel: Werden die Pflegesachleistungen zu 60 Prozent beansprucht, reduziert sich der Anteil des Pflegegelds auf 40 Prozent. Bei einem Pflegegrad von 2 bedeutet das in Euro und Cent: 

  • 60 Prozent von 724 Euro, also 434,40 Euro, rechnet der ambulante Pflegedienst für erbrachte Sachleistungen mit der Pflegekasse ab. 
  • 40 Prozent von 316 Euro, also 126 Euro, bekommt der Pflegebedürftige direkt als Pflegegeld überwiesen. 
PRIMUNDUS-Tipp: Je nach individuellem Pflegebedarf kann es daher ein sehr sinnvolles Modell sein, die Leistungen einer polnischen „24-Stunden-Pflegekraft“ mit denen eines ambulanten Pflegedienst vor Ort zu kombinieren, um die bestmögliche häusliche Pflege für die betroffene Person sicherzustellen. Insbesondere dann, wenn neben den Leistungen der „24-Stunden-Pflege“ noch medizinische Behandlungspflege erforderlich sein sollte, die nur von zugelassenen Pflegediensten erbracht werden darf.
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Auf einen Blick - Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistung

Hier finden Sie noch einmal die wichtigsten Daten und Fakten zur Kombinationsleistung der Pflegekasse im Überblick:

  • Die versicherte und pflegebedürftige Person hat grundsätzlich Anspruch auf Pflegesachleistungen und Pflegegeld.
  • Die betroffene Person wird im häuslichen Umfeld gepflegt.
  • Es liegt mindestens Pflegegrad 2 oder höher vor. 
  • Die Pflegesachleistungen des ambulanten Pflegedienstes werden nur anteilig in Anspruch genommen.
  • Je höher der prozentuale Anteil der Pflegesachleistungen, desto geringer ist der prozentuale Anteil des Pflegegeldes.
  • Die Kombinationsleistung von Pflegesachleistung und Pflegegeld muss vorab bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen beantragt werden.
  • Nach der Genehmigung durch die Pflegekasse ist man mindestens für 6 Monate an die Kombinationsleistung gebunden. Bei einer wesentlichen Veränderung oder Verschlechterung der Pflegesituation kann die Pflegekasse von dieser Bindungszeit im Einzelfall abweichen. 
  • Es empfiehlt sich in jedem Fall der Abschluss eines Pflegevertrags mit dem ambulanten Pflegedienst Ihrer Wahl, in dem alle zu erbringenden Pflegesachleistungen und die damit verbundenen Kosten aufgeführt und geregelt sind. Dies ist wichtig, da Sie alle Kosten, die über die aktuellen Sätze der Pflegekasse hinausgehen selbst aufbringen müssen.        
Quellen:

www.pflege.de
www.primundus.de
11. August 2022
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