24-Stunden-Pflege? Polnische Pflegekraft? Was genau bedeutet das?

Landläufig haben sich die Begriffe „24-Stunden-Pflege“ und „polnische Pflegekraft“ in unserem alltäglichen Sprachgebrauch etabliert und werden von den allermeisten wie selbstverständlich genutzt. Doch stimmt das auch im buchstäblichen Sinne beziehungsweise im Sinne des jeweiligen Begriffs? Beinhaltet die „24-Stunden-Pflege“ eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung und kommen polnische Pflegekräfte tatsächlich alle aus Polen? In diesem Beitrag erklären wir Ihnen die Begriffe und deren Bedeutung.

Was bedeutet „24-Stunden-Pflege“ oder „24-Stunden-Betreuung“?

Darunter versteht man die Pflege bzw. Betreuung einer bedürftigen Person in häuslicher Gemeinschaft. Dabei wohnt die Pflegekraft mit der zu pflegenden oder betreuenden Person in einem Haushalt und kümmert sich je nach Bedarf um die folgenden Tätigkeitsfelder:

Grundpflege (Hygiene, Be- und Entkleiden, Nahrungsgabe, etc.) 
Haushaltsführung (Putzen, Kochen, Waschen, etc.)
Alltagsbetreuung (z. B. Arztbesuche und Freizeitgestaltung, etc.)

Da die polnische Pflegekraft rund um die Uhr Teil des gemeinsamen Haushalts ist und neben den klassischen Aufgaben der Seniorenbetreuung auch Tätigkeiten einer Pflegeassistenz im Bereich der Grundpflege erbringt, hat sich der Begriff der „24-Stunden-Pflege“ etabliert. Das entspricht aber nicht den tatsächlich vereinbarten Arbeitszeiten, die pro Tag nicht mehr als acht bis maximal 10 Stunden betragen. Hinzu kommen fest geregelte freie Tage und Urlaubszeiten. Bei einer tatsächlich erforderlichen „24-Stunden-Pflege“ müssen sich also mehrere Personen täglich bei der Betreuung abwechseln, wovon aus Kostengründen allerdings nur selten Gebrauch gemacht wird. 

Aufgrund des etablierten Sprachgebrauchs verwenden wir bei PRIMUNDUS ebenfalls den Begriff der „24-Stunden-Pflege“, setzen ihn aber jeweils in Anführungszeichen.  

Übrigens: Leistungen der medizinischen Behandlungspflege nach dem fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) werden nicht erbracht. Diese werden in der Regel nach separater Beauftragung von einem ambulanten Pflegedient in Ihrer Region übernommen und über die Krankenkassen abgerechnet.      

Kommen polnische Pflegekräfte wirklich aus Polen?

Tatsächlich kommen die meisten Pflegekräfte in Deutschland aus Polen. Allerdings steigt der Pflege- und Betreuungsbedarf hierzulande seit Jahren aufgrund unserer alternden Gesellschaft kontinuierlich an. Dies führt dazu, dass die meisten Anbieter mittlerweile auch Pflegekräfte anderer osteuropäischer Länder, wie Tschechien, Slowakei, die baltischen Staaten, Bulgarien oder Rumänien vermitteln. Daher ist auch immer wieder von osteuropäischen Pflegekräften die Rede. Im allgemeinen Sprachgebrauchs dominiert aber weiterhin der der Begriff der polnischen Pflegekraft.

PRIMUNDUS vermittelt als polnisches Pflegeunternehmen fast ausschließlich polnische Pflegekräfte. Im Einzelfall, zum Beispiel bei besonderer Qualifikation, vermitteln aber auch wir allerdings auch Pflegekräfte aus anderen osteuropäischen Ländern.

Hoher Bedarf an qualifizierten Pflege- und Betreuungskräften

Bereits 2019 wurden in Deutschland über 3,3 Millionen Menschen in der häuslichen Pflege betreut – Tendenz in den kommenden Jahren ausnahmslos steigend. Zur gleichen Zeit arbeiteten in ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten etwa 420.000 Beschäftigte, von denen nur etwa 28 Prozent in Vollzeit beschäftigt sind. Der Bedarf an zusätzlichen Pflege- und Betreuungskräften ist also heute bereits immens. Wir werden daher auch in Zukunft auf weiteres Personal aus dem europäischen Ausland angewiesen sein, um eine hohe Pflege- und Betreuungsqualität im häuslichen Umfeld sicherstellen zu können.
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26. Oktober 2021
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